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Die Idee   Die Energieblogger !   Andere über uns   aktuelle Beiträge   #EEGstop   Transparenz  
aktuelle Aktion der Energieblogger:

Wir befinden uns in einer entscheidenden Phase für die deutsche und vielleicht sogar weltweite Energiepolitik. Die Welt blickt auf Deutschland und viele würden gerne sehen wie das Projekt Energiewende scheitert. Viele wollen aber auch die Energiewende zum Erfolg führen. Deshalb tummelten sich für die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes unzählige Vorschläge von den verschiedensten Interessensgruppen. Da sogar die Energieblogger den Überblick verloren hatten, entstand die Idee von „Germany's Next Top EEG“.
Mit dieser Aktion haben wir Licht ins Dunkel der Reformvorschläge gebracht, indem wir die einzelnen Vorschläge verglichen und systematisch ausgewertet haben. Im Ergebnis ist klar zu erkennen, wer welche Interessen verfolgt und wie sich diese in den Reformen widerspiegeln. Nach einer Interviewserie, die mit den Verfassern selbst durchgeführt wurde, haben wir die einzelnen Studien ausgewertet und die wichtigsten Aspekte für eine dezentrale Energiewende in Form einer Infografik herausgearbeitet.

Die Top 5 Reformvorschläge im nachfolgenden Ranking eignen sich am besten für eine dezentrale Energiewende hin zu 100% erneuerbaren Energien. Zu beachten ist allerdings auch, dass alle untersuchten Konzepte besser für eine dezentrale Energiewende geeignet sind, als der aktuelle Gesetzesentwurf für die EEG-Novelle des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Damit bekommt nun auch die Bundesregierung ein Signal, welche Reformansätze von den Bürgern getragen werden und welche nicht.

Die detaillierte Auswertung der Studien können Sie in diesem Dokument nachvollziehen.

Eine Übersicht der Studien sowie der dazu gehörigen Interviews finden sie hier.

Auf dieser Seite finden Sie alle Artikel, die zu dieser Aktion erscheinen.

Hier finden Sie die  aktuelle Pressemitteilung 

Vergleichsgrafik


Eurosolar: Europäische Vereinigung für EE, WVW: Wirtschaftsverband Windkraftwerke, BEE: Bundesverband Erneuerbare Energie,
HJ Fell: Hans-Josef Fell, IZES: Institut für ZukunftsEnergieSysteme

Das komplette Ranking aller Studien finden Sie hier.



Alle Studien wurden mittels Interviews miteinander verglichen und einzelne Standpunkte in wichtigen Fragen miteinander verglichen.

Zusammenfassung: IZES

  • Studie: Stromsystem-Design – Das EEG 2.0 und Eckpfeiler eines zukünftigen Regenerativwirtschaftsgesetzes
  • Durchführende Organisation: IZES gGmbH – Institut für ZukunftsEnergieSysteme
  • Autoren: U. Leprich, P. Bofinger, M. Ritzau, u.a.
  • Auftraggebende Organisation: Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
  • PDF URL zur Studie
  • URL zum Interview

Im vorliegenden Gutachten werden Vorschläge für eine Weiterentwicklung des EEG („EEG 2.0“) mit der Zielperspektive eines Anteils von 40 % Erneuerbare Energien (EE) an der gesamten Stromerzeugung in Deutschland und einem Zeithorizont bis etwa 2020 konzipiert und begründet….

Zusammenfassung: DIW

  • Studie: Richtung wechseln, Energie neu denken – das Stromsystem fit machen für das 21. Jahrhundert
  • Durchführende Organisation: DIW?
  • Autoren: Claudia Kemfert, Matthias Machnig
  • Auftraggebende Organisation: Kompetenzteam Peer Steinbrück?
  • PDF URL zur Studie
  • URL zum Interview

Flexibilitäts- und Speichergesetz: Reform der Regelenergiemärkte, u.a. durch

  • Öffnung für kleinere Anbieter und vor allem für Erneuerbare Energien
  • Tägliche Ausschreibung der Regelenergie
  • Ergänzung des Leistungsmarkts durch einen Markt für elektrische Arbeit

Zusammenfassung: WVW

  • Studie: Marktmodell Energiewende
  • Durchführende Organisation: Energierechtskanzlei Becker Büttner Held
  • Autoren: Dr. Wolfgang von Geldern, Uwe Thomas Carstensen
  • Auftraggebende Organisation: Wirtschaftsverband Windkraftwerke e.V.
  • PDF URL zur Studie
  • URL zum Interview

Der Wirtschaftsverband Windkraftwerke e.V. hat in Zusammenarbeit mit der Kanzlei Becker Büttner Held (BBH), der größten deutschen Energierechtskanzlei in Berlin, ein „Marktmodell Energiewende“ erarbeitet, das zum Ersatz der irreführenden EEG-Umlage führt. Im Zentrum des Modells stehen die Direktverteilung der erneuerbaren Energiestrommengen in Echtzeit sowie die Weiterentwicklung der Direktvermarktung. Der WVW geht davon aus, dass das EEG bezüglich der heutigen Regelungen erhalten bleiben kann und nur der Wälzungs- bzw. Vermarktungsmechanismus geändert werden muss

Zusammenfassung: SRU

  • Studie: Weiterentwicklung der gleitenden Marktprämie zu obligatorischer Direktvermarktung mittels reformierter Berechnungsmethode
  • Durchführende Organisation: Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU)
  • Autoren: Prof. Dr. Christian Hey
  • Auftraggebende Organisation:
  • PDF URL zur Studie
  • URL zum Interview

Der SRU lehnt die Einführung eines Quotenmodells ab. Er empfiehlt stattdessen, die gleitende Marktprämie für alle neuen Anlagen verpflichtend einzuführen. Dabei sollte die Berechnungsgrundlage der Prämie so geändert werden, dass die Anreize gestärkt werden, Anlagen auf die Erhöhung des Marktwertes anstelle der erzeugten Strommenge auszurichten. Dafür sollten die Erzeuger unter realistischen Bedingungen mindestens mit den gleichen Erlösen rechnen können wie bisher mit der festen Einspeisevergütung. Die realisierbaren Markterlöse sowie die Marktprämie sollten technologie- und standortspezifisch auf Basis geeigneter Indikatoren ermittelt werden.

Anstelle einer 20-jährigen Förderbegrenzung sollte ein Gesamtkilowattstundenkonto vorgesehen werden

Zusammenfassung: SFV

  • Studie: Was am EEG geändert werden soll
  • Durchführende Organisation: Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV)
  • Autoren: Dipl.-Ing. Susanne Jung
  • Auftraggebende Organisation:
  • PDF URL zur Studie
  • URL zum Interview

Seit den Änderungen am EEG im Jahre 2012 gibt es die Eigenverbrauchsvergütung für Anlagenbetreiber nicht mehr. Stattdessen wurden unter dem Namen „Marktintegrationsmodell“ Zwangsmittel zu mehr Eigenverbrauch eingeführt. Ab sofort werden nur noch 90% der eingespeisten Strommenge vergütet. Diese Regelung betrifft vor allem kleinere bis mittlere Anlagen und führt dazu, dass eine Solaranlage zunehmend zu einem Investitionsrisiko wird….

Zusammenfassung: BEE

  • Studie: BEE-Vorschläge zu den Koalitionsverhandlungen
  • Durchführende Organisation: BEE Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.
  • Autoren: Jens Tartler, Daniel Kluge
  • Auftraggebende Organisation: BEE
  • PDF URL zur Studie
  • URL zum Interview

Die BEE-Vorschläge für die Weiterentwicklung der Energiepolitik basieren auf der Grundüberzeugung, dass die erneuerbaren Energien immer mehr zum leitenden Element der Energieversorgung werden. Das gilt über kurz oder lang für alle Verwendungsbereiche: Strom, Wärme, Mobilität. Das Versorgungssystem (Erzeugungs- und Verteilungstechniken, Energiemärkte) muss sich daher an den Spezifika der erneuerbaren Energien ausrichten. Der BEE benennt vor diesem Hintergrund wesentliche Schritte für die Energiepolitik der nächsten vier Jahre

Zusammenfassung: BDEW

Das Konzept ist am 18.September 2013 vom BDEW veröffentlicht worden und wurde von Dr. Maren Hille und Stefan Thimm durchgeführt. Im Wesentlichen steht dabei nach Aussage des BDEWs ein balancierter Ausgleich zwischen den verschiedenen von der Energiewende betroffenen Gruppen – all so die Gesamtgesellschaft Deutschlands und Europas – im Mittelpunkt. Ein wichtiger Punkt bei diesem Balanceakt komme dabei laut BDEW der Direktvermarktung von Strom aus EE-Anlagen zu…

Zusammenfassung: BDI

  • Studie: Energiewende ganzheitlich denken
    Handlungsempfehlungen des BDI für ein zukunftsfähiges Marktdesign
  • Durchführende Organisation: Bundesverbaund der Deutschen Industrie e.V.
  • Autoren: Dr. Carsten Rolle, Dennis Rennschmidt
  • Auftraggebende Organisation: BDI
  • PDF URL zur Studie
  • URL zum Interview

Ausgehend von der „Kompetenzinitiative Energie“, in der die Grundlagen für die Diskussion um den Strommarkt der Zukunft gelegt wurden, hat der BDI gemeinsam mit seinen Mitgliedern ein Konzept zum Strommarktdesign erarbeitet. Die Breite der deutschen Industrie steht hinter diesem Konzept, das durchaus als Grundsatzpapier verstanden werden darf….

Zusammenfassung: EUROSOLAR

  • Studie: Memorandum für eine EEG-Novelle im Rahmen einer neuen Energiemarktordnung für die dezentrale Energiewende
  • Durchführende Organisation: EUROSOLAR e.V.
  • Autoren: Dr. Fabio Longo, Stephan Grüger MdL, Dr. Axel Berg, Rosa Hemmers
  • Auftraggebende Organisation:
  • PDF URL zur Studie
  • URL zum Interview

Für die Bewirtschaftung des überwiegend schwankenden Energieangebots aus Sonne und Wind benötigen wir eine neue Energiemarktordnung. Dabei stehen die erneuerbaren Energien im Zentrum. Am effektivsten und kostengünstigsten funktioniert die Bewirtschaftung des natürlichen Energieangebots über die vorrangige Einspeisung und feste Vergütungssätze, die in regelmäßigen Abständen vorhersehbar gekürzt werden, um Kosten zu decken, kleine angemessene Renditen zu ermöglichen und Anreize für technologische Innovation zu geben

Zusammenfassung: Hans-Josef Fell

  • Studie: Notwendige Änderungen im EEG nach Hans-Josef Fell
  • Durchführende Organisation: Hans-Josef Fell
  • URL zum Interview

Mit der nächsten EEG-Novelle müssen die Fehler, die preistreibend sind, ausgemerzt werden. Dazu gehört vor allem der Umlagemechanismus, bzw. kontraproduktive Berechnung der EEG-Umlage, die 2009 beschlossen wurde (AusglMechV), die die EEG-Umlage synchron zum sinkenden Börsenpreis steigen lässt und die Hauptursache für den Umlagenanstieg ist. Es ist dringend ein Wälzungsmechanismus erforderlich, der das EEG-Paradoxon beendet. Aber auch die unsolidarischen Befreiungen von immer mehr Unternehmensbranchen müssen beendet werden.

Gleichzeitig sollten wir an den Kernelementen des EEG festhalten. Dazu gehören die garantierte Festpreisvergütung für Betreiber von Ökokraftwerken, die vorrangige Netzeinspeisung Erneuerbarer Energien und die Kostenumlage auf die Stromkunden. Die Politik muss zudem stärkere Anreize schaffen für Investitionen in die Systemstabilität, in Speicher. Die Stromerzeugung muss flexibler werden. Speicherfähige Erneuerbare Energien wie Bioenergie, Wasserkraft und Geothermie dürfen nicht mehr wie bisher in der Grundlast gefahren werden. Stattdessen sollten sie als Ausgleichsenergie Schwankungen der Solar- und Windenergie abfangen. Ein weiterer Vorschlag ist ein Speicherbonus für Investitionen im Bereich der Photovoltaik. Speicherinvestitionen sollten über das Energiewirtschaftsgesetz stärker unterstützt werden. Hier gibt es bisher nur geringe Anreize..

Zusammenfassung: Agora Energiewende

  • Studie: “Ein radikal vereinfachtes EEG 2.0 und ein umfassender Marktdesign-Prozess”
  • Durchführende Organisation: Agora Energiewende
  • Autoren: Rainer Baake, Dr. Patrick Graichen
  • Auftraggebende Organisation: ?
  • PDF URL zur Studie
  • URL zum Interview

Nach Ansicht von Agora soll die Energiewende nicht nur eine ökologische, sondern auch eine ökonomische Erfolgsgeschichte werden. Entscheidend hierfür sind nach Agoras Ansicht die Gesamtkosten unseres Stromsystems. bekannter Maßen sind neue Wind- und Photovoltaikanlagen schon heute nicht mehr teurer als neue konventionelle Kraftwerke – dies bietet große Chancen für die Erneuerbaren Energien in Deutschland und weltweit. Das hier vorgeschlagene so wörtlich, “radikal vereinfachte EEG 2.0″ soll den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien zu bezahlbaren Kosten für die Verbraucher ermöglichen

Zusammenfassung: Thorsten Zoerner

Kurzbeschreibung:

  • Aufrechterhaltung der Einspeisegarantie
  • Weitergabe der Einspeisegarantie entlang der Wertschöpfungskette
  • Analoge Umsetzung zur Vorsteuer/Umsatzsteuer
  • Minimierung des Wirtschaftskraftverlustes durch EEG-Export



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